Aphrodites Geburt
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Newsarchiv 2008

Lausitzer Rundschau vom 01.02.2008

Mario Nitschke zeigt Bilder, Grafiken und Skulpturen im Textilmuseum Forst

Aphrodites Geburt war noch feucht

Forst.  Fast hundert Besucher haben die Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum Forst besucht. Der in Forst geborene Künstler Mario Nitschke stellt dort bis Ende März Grafiken, Gemälde und Skulpturen aus.

Foto: Gerd Kundisch

Mario Nitschke erläutert beim Rundgang seine Werke wie beispielsweise die Skulptur "Beim Sonnenbad"

Für Forster Kunstliebhaber ist Mario Nitschke kein Unbekannter mehr. Vor acht Jahren stellte er einen Teil seiner Werke im Wasserturm aus. Im September 2002 ging er im Foyer des Wiwo-Hotels einen Schritt weiter, baute eine Staffelei auf und ließ sich auf Finger, Pinsel und Palette schauen, als sein „Stilleben mit Obstschale“ entstand. Damals lernte Museumsleiterin Michaela Zuber den in Forst geborenen Künstler kennen. Seitdem hielt sie den Kontakt. In der Vorbereitungsphase kam der jetzt im Erzgebirge lebende Nitschke mit konkreten Vorstellungen in seine Heimatstadt, wie er seine Bilder präsentieren möchte. Den Aufbau der Ausstellung nahm er selbst in die Hand.

Seine Lebenspartnerin Angela Schlott hielt zur Ausstellungseröffnung die Laudatio und freute sich über das große Interesse der Forster an Nitschkes Kunst. „Er erzählt, was ihn bewegt, lässt dem Be trachter zugleich die Möglichkeit, sich mit ihm und seinem Werk einzulassen“, erklärte sie. Neben der Malerei erschloss sich Nitschke den Werkstoff Holz für seine künstlerischen Arbeiten, später kamen Materialien wie Gips und Sandstein hinzu. Mittlerweile stehen seine Skulpturen in öffentlichen Räumen. In Bärenstein und Wesenstein erinnern sie an das Hochwasser der Elbe im August 2002.

Während eines Rundganges erläuterte Mario Nitschke seine Werke. Darunter sind die vor drei Jahren entstandene „Pirnaer Venus“, „Adam und Eva“ und „Die Unbeständigkeit der Erinnerung“, die einen vergänglichen Frauenkörper darstellt. Ganz frisch, die Farbe war noch nicht getrocknet, präsentierte sich auch „Aphrodites Geburt“.

Zu den Besuchern zählten Gabriele Hinze aus Komptendorf, Anita Zoeke aus Cottbus und die Forsterin Michaela Arndt. Sie wollten unter allen Umständen die Ausstellungseröffnung miterleben. Teilweise kannten sie Nitschkes Werke schon und würden am liebsten einige davon erwerben. Michaela Arndt konnte sich für die „Auflösung“ begeistern, welches zum Gesamtwerk „Fünf Variationen eines Themas“ gehört. Auch der „Pirnaer Herbst“ und das kraftvolle „Befreien“ hatten es den Frauen angetan.

Wolfgang Pritschke aus Forst sagt von sich selbst, dass er selten Ausstellungen besucht, aber an einer Vielzahl von Nitschkes Bildern großes Gefallen gefunden habe. Ihn beeindrucke die Aufgeschlossenheit der Werke und er wünsche dem Künstler viele Verkäufe, so Wolfgang Pritschke. Er selbst würde, wenn er könnte, „Nur ein Glas Wasser“ und „Der La(e)ib Christi“ erwerben.

  • Die Ausstellung im Bran denburgischen Textilmuseum Forst ist bis zum 30. März zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet: Dienstag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr.

    Gerd Kundisch

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