Rückblick im Museum
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Newsarchiv 2007

Lausitzer Rundschau vom 10.05.2007

Forst: Mitgliederzahl im Trägerverein bleibt mit 120 relativ konstant

Zufriedener Rückblick im Museum

Forst.  Der Museumsverein der Stadt Forst konnte seine Mitgliederzahl im vergangenen Jahr relativ konstant halten. Derzeit zählt der Verein 120 Mitglieder.

Vier Austritten stehen sechs Neuaufnahmen gegenüber, so die ehrenamtliche Geschäftsführerin und Museumsangestellte Angela Maaß in der Mitgliederversammlung vor kurzem. Das Vereinsleben wird unter anderem geprägt von Vorträgen zu Heimat- und Textilgeschichte sowie Studienfahrten in die nähere und weitere Umgebung. Bereits zum dritten Mal brachte der Verein das Forster Jahrbuch heraus und verlieh den Schülerkunstpreis (die RUNDSCHAU berichtete).

Klassischer Schwerpunkt bleibt aber die Museumsarbeit. Im Arbeitsbericht für das Brandenburgische Textilmuseum hob Michaela Zuber unter anderem die Steigerung der Besucherzahlen in den vergangenen zehn Jahren hervor. 1996 kamen 4434 Besucher in das Museum, 2006 waren es 7159. Die Ausstellungen reichten von Landschaftsbildern aus der DDR über die Friedensfahrt-Geschichte, das Jubiläum «100 Jahre Stromversorgung in Forst» bis zur Ausstellung über demokratischen Widerstand gegen Diktatur und der traditionellen Weihnachtsausstellung. Das Museum bot sich als Bühne, beispielsweise für die Theatergruppe der Grundschule Eulo, und präsentierte sich unter anderem beim Handwerkermarkt in Burg oder auf dem Brandenburg-Tag mit einem Handwebstuhl.

Stolz erinnerte Michaela Zuber daran, dass Eva Teschner, die Tochter des Forster Kunstmalers Willi Jennrich, testamentarisch die Übergabe der Arbeiten ihres Vaters an das Museum mit der Auflage verfügte, eine Dauerausstellung einzurichten. Rund 3000 Gemälde, Zeichnungen, Studien, Entwürfe und Skizzen zählten zum Nachlass von Eva Teschner. „Eine weitere Überraschung erlebten wir, als Frau Elinore Göldner-Hoffmann, die 88-jährige Tochter des ebenfalls in Forst gebürtigen Künstlers Max Göldner, dem Museum drei Gemälde ihres verstorbenen Vaters schenkte“, so Manuela Zuber.

Wie wichtig die Kontakte zu Kindern sind, komme mit dem seit dem Schuljahr 2005/06 bestehenden Kooperationsvertrag zwischen dem Museumsverein und der Grundschule Forst-Mitte zum Ausdruck, so Manuela Zuber: „Einmal in der Woche kommen rund zwölf Schüler in unser Museum und erfahren Geschichtliches zur Stadt oder üben sich in praktischen Tätigkeiten zur Textilherstellung.“  (gk)