Forster Zeitreise
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Newsarchiv 2007

Lausitzer Rundschau vom 23.06.2007

Am Freitag wird Schnelldurchgang durch die Stadtgeschichte eröffnet

Mit Zeitungen auf Forster Zeitreise

Forst. Es wird eine Art Forster Stadtgeschichte im Schnelldurchgang, die derzeit im Brandenburgischen Textilmuseum aufgebaut wird. Zumindest werden die vergangenen 175 Jahre mit Schlaglichtern beleuchtet. Das hat vor allem mit einem Jubiläum zu tun:
Foto: Jürgen Scholz
Eine Karte von Forst und den Dörfern Altforst und Berge aus dem Jahr 1874 zeigt Museumsmitarbeiter Stefan Buss. Die Ausstellung über 175 Jah jeweiligen Epochen ergänzt, um den Besuchern einen Eindruck von der Stadt zur damaligen Zeit zu vermitteln.

Am 12. Januar 1832 erschien mit dem «Forster Wochenblatt» dieerste in Forst und für Forst hergestellte Zeitung. Ein kleines doppelseitiges bedrucktes Blatt Papier, das von Kantor Clausnitzer und Lehrer Thume herausgegeben wurde.

Das Forster Wochenblatt verging und zeitweise wurden die Forster, damals zum Kreis Guben gehörig, vom Gubener Wochenblatt mehr oder weniger mit Informationen versorgt, bevor in der wachsenden Stadt auch ein Markt für Tageszeitungen entstand – beispielsweise für das bis 1945 erscheinende Forster Tageblatt. Danach kamen andere Zeitungen auf, wie beispielsweise die RUNDSCHAU.

Entlang dieser Zeitungsgeschichte wird Forster Geschichte erzählt. Drei Mitarbeiter des Museumsvereins haben dafür ein halbes Jahr abwechselnd hauptsächlich im Zeitungsarchiv des Landkreises Spree-Neiße gestöbert und zahlreiche Ausschnitte gesammelt.

Aus diesem Fundus schöpfend, hat man sich auf einige Ereignisse beschränkt, die aber Stadtgeschichte geschrieben haben. Dazu gehören beispielsweise die Eingemeindung von Altforst in die Stadt Forst, der Bau der Eisenbahnstrecke, das Gaswerk, die Hochwasser von 1897 und 1958, die beiden Weltkriege, der Einsatz der Schwarzen Jule als Trümmerbahn, der Ulbricht-Besuch 1961, das Nationale Aufbauwerk, die Wendezeit und mehr. Verbunden wird es mit zwei Jubiläen: 175 Jahre Männergesangverein Forst und 155 Jahre Imkerverein.

Alte Stadtpläne sollen bei der Einordnung der Ereignisse helfen, gezeigt werden Filme von der Stadteisenbahn und der 100-Jahr-Feier des MGV. Teilweise werden private Fotoalben oder Gegenstände wie eine alte Gaslaterne den Besuchern noch ein Bild der Zeit vermitteln, aus der noch einmal berichtet wird.  (js)

Die Ausstellung «175 Jahre lokales Zeitgeschehen im Spiegel der Presse» wird am kommenden Freitag um 19.30 Uhr im Textilmuseum eröffnet. Das musikalische Begleitprogramm gestaltet der Forster Männergesangverein 1832.

Jürgen Scholz