Puppenstuben-Format
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Newsarchiv 2006

Lausitzer Rundschau vom 04.12.2006

Faszinierende Spielzeugausstellung im Textilmuseum eröffnet

Die Welt der Erwachsenen im Puppenstuben-Format

Den Auftakt zur Weihnachtsaustellung „Spielzeugland – Wunderland“ im Brandenburgischen Textilmuseum übernahmen am Samstag die Kinder vom «Spatzenkreis» der Kita „Mischka“ mit einem stimmungsvollen Kerzentanz, bevor Matthias Rehfeld am Klavier die vielen Besucher erfreute.

Foto: Angela Hanschke

Barbara und Benjamin Seidel staunten über die genauen Details der alten Spielsachen.

„Jede Zeit hatte ihr Spielzeug“, verkündete die Leiterin des Museums Michaela Zuber und eröffnete den Weg in eine lang zurückliegende Welt glänzender Kinderaugen. Viele Zuschauer ließen sich verzaubern vom Spielzeug des ausgehenden 19. Jahrhunderts, das besonders durch die originalgetreue Nachbildung der Erwachsenenwelt bestach, um die Kinder spielend aufs Leben vorzubereiten.

Eisenbahnen aus der umfangreichen Sammlung von Bernhard Buhrz, die großen Legobahnen von Peter-Paul Rubin, mit denen auch gespielt werden durfte, die fast schon in Vergessenheit geratenen Ankerbausteine, die Ulrich Acksel zur Verfügung stellte, sowie die herrlichen alten Puppen, Teddybären, Puppenstuben, Puppenherde ließen die Augen von großen und kleinen Betrachtern gleichermaßen strahlen.

„Das weckt Erinnerungen an die eigene Kindheit, aber auch an Spielsachen von Mutti und Oma“, meinte Barbara Seidel aus Forst und bewunderte die originalgetreuen Darstellungen. „Wie schön, dass manche Leute immer noch diese alten Dinge aufbewahren“, freute sich die 47-Jährige.

„Interessant“ fand auch ihr 16-jähriger Sohn Benjamin Seidel die Ausstellung. Man sehe, mit wie viel Mühe und Liebe diese Dinge angefertigt wurden. Das gebe es heute gar nicht mehr.

Eigentlich seien Puppen und Puppenstuben mehr etwas für Frauen, so Horst Jäkel. Doch die Puppenstuben seien für ihn die «Glanzlichter der Ausstellung» , erklärte der 67-jährige Forster. Viel Bewunderung erregten auch die Weihnachtsbäume, die in den vorangegangenen Tagen von den Kreativfrauen des Museums, den Jüngsten der Kita „Kinderland“, der Kita „Mischka“, der Evangelischen Kita Forst und der Katholischen Kindereinrichtung „Arche“ geschmückt worden waren.

Von Angela Hanschke