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Newsarchiv 2005

Lausitzer Rundschau vom 12.01.2005

Im Forster Textilmuseum wird derzeit die neue Ausstellung vorbereitet

Puppen raus, Künstler rein

Forst.   Die Weihnachtsausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum in Forst ist gerade erst beendet, da laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Präsentation in den Museumsräumen. Den Platz der Figuren der Puppenbühne Cottbus nehmen nun Bilder und Skulpturen der lokalen Künstler Hans-Jürgen Bernhard und Heike Mäbert ein. Museumsleiterin Michaela Zuber und ihr Team haben mit dem Umräumarbeiten alle Hände voll zu tun.

Foto: Bodo Baumert

Museumsleiterin Michaela Zuber schiebt die letzten Reste der Weihnachtsausstellung "Traumhafte Märchenwelten" aus dem Textilmuseum.

"Die Besucherzahlen waren gut", zieht Heike Mäbert eine zufriedene Bilanz der in der letzten Woche beendeten Weihnachtsausstellung. Durchschnittlich 14 Gäste am Tag sahen sich die präsentierten Figuren der Puppenbühne Cottbus an. "Das Zuschauerinteresse war sehr gemischt", zeigt sich auch Angela Maaß, Geschäftsführerin des Museumsvereins erfreut. Von jung bis alt sei alles vertreten gewesen. "In der letzten Woche hatten wir noch Besucher aus Dresden, Hamburg, Polen und Süddeutschland", so Angela Maaß weiter.

Umbau in vollem Gange

Doch für Zufriedenheit bleibt wenig Zeit. Schon am 21. Januar eröffnet die nächste Ausstellung "Reflexionen – Malerei, Grafik, Plastik" mit einer Vernissage im ersten Stock des Textilmuseums. Diesmal stehen mit Hans-Jürgen Bernhard und Heike Mäbert zwei lokale Künstler auf dem Programm, die "eigentlich sehr gegensätzlich" sind, so Michaela Zuber. Bernhard sei über die Plastik zur Malerei gekommen und biete mal naturgetreue Bilder mal eher illusionistische und farbenfrohe Werke. Heike Mäbert hingegen beschäftige sich überwiegend mit Aquarellen und Landschaften. "Sie hat eine sehr sanfte Art der Malerei", so Michaela Zuber.

Für beide Künstler ist es die umfangreichste Ausstellung, die sie bisher in Forst präsentieren konnten. "Und es ist die erste, die sie gemeinsam machen", fügt die Museumsleiterin hinzu. Den ersten Anstoß dazu gab Bernhard bei einem seiner Töpferkurse, die er im Museum anbietet. Da er wie auch Heike Mäbert in Forst einen gewissen Namen hat, sei man auf die Idee gekommen, beide in einer Ausstellung zusammenzubringen, so Angela Maaß. "Wir überlassen es den Künstlern selbst, wie sie die Anordnung ihrer Bilder gestalten", ergänzt Michaela Zuber. Offen ist noch, ob die Arbeiten Mäberts und Bernhards räumlich getrennt oder vermischt ausgestellt werden.

Ergänzt wird die Bilderschau durch zwei Aktionstage. Den ersten führt Hans-Jürgen Bernhard am 5. Februar unter dem Motto "Feuer und Eis" durch. Was sich hinter diesem Titel versteckt, weiß auch die Museumsleitung noch nicht.

Die zweite Aktion ist für den 12. Februar geplant. Zum Vortrag poetischer Werke polnischer Frauen wird Heike Mäbert Malversuche mit den Besuchern unternehmen. Für beide Aktionstage sollten sich Interessenten rechtzeitig anmelden.

Kooperation mit Kirchengemeinde

Ergänzt wird das Programm des Textilmuseums durch eine Wanderausstellung, die am 3. Februar eröffnet wird. Die Idee dazu entstand in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde. Themenschwerpunkt des Weltgebetstags der Frauen ist in diesem Jahr Polen. Passend dazu gastiert die Ausstellung "Flusslandschaften an Oder und Neiße – Frauen der Euroregionen" im Museum. Leider sei die Schau im März zum eigentlichen Weltgebetstag schon ausgebucht gewesen, deshalb habe man sie jetzt für den Februar nach Forst geholt, so Michaela Zuber. "Das Thema bietet sich für uns in der Grenzregion ja an", fügt die Museumsleiterin hinzu.

Service: Eröffnung am 21. Januar

Die Ausstellung "Reflexionen – Malerei, Grafik, Plastik" ist im Brandenburgischen Textilmuseum bis zum 5. März zu sehen. Ausgestellt werden Werke von Hans-Jürgen Bernhard und Heike Mäbert. Die Vernissage zur Eröffnung findet am 21. Januar um 19.30 Uhr statt. Die Ausstellungsräume sind dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Bodo Baumert