Schülerkunstpreis 2006
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Newsarchiv 2005

Lausitzer Rundschau vom 05.12.2005

Weihnachtsausstellung „Eisenbahn mit Pfiff“ im Textilmuseum eröffnet

Beste Schülerarbeiten mit dem Forster Kunstpreis prämiert

Mit einem Pfiff aus der Trillerpfeife und einem Lied über das Eisenbahnfahren gaben die Mädchen und Jungen des Spatzenchores der evangelischen Kita in Forst das Signal für die Eröffnung der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Textilmuseum. Gleichzeitig wurde der Forster Schülerkunstpreis verliehen.

Foto: Angelika Brinkop

Die Sieger des Forster Schülerkunstpreises Maria Cholodkow, Josefine Pohl und Sebastian Seidel.

Bürgermeister Gerhard Reinfeld wies in seiner Laudatio darauf hin, dass mit dem zum fünften Mal vergebenen Preis der Zugang junger Menschen zur Bildenden Kunst, Malerei, Grafik und Plastik gefördert werden soll. Die 15 Arbeiten der elf jungen Künstler wurden von einer fachkundigen Jury bewertet. Ausgezeichnet wurden nicht nur die drei Erstplatzierten, sondern alle Schüler, die mit ihren Arbeiten den Wettbewerb bereichert haben.

Lina Borack und Paul Kahle aus der Grundschule Noßdorf reichten Phantasievögel aus Holz und Gips ein. Sie wünschten sich, dass solche Vögel am Forster Himmel fliegen und den Menschen Glück und Freude bringen. Da die beiden jungen Künstler noch nicht das Mindestalter entsprechend der Ausschreibung erreichten, wurden ihre Arbeiten gesondert bewertet und durch den Museumsverein honoriert.

Den ersten Preis erhielt Sebastian Seidel für seine beiden Aquarelle. „Das Brühlsche Schloss“ in Brody (Pförten) zeigt den Vorkriegszustand. Das zweite Bild, „Die Seufzerbrücke“, zeigt den 1945 zerstörten Steg , der diesen Namen trug, weil sich auf der heute polnischen Seite früher das Finanzamt befand. Mit beiden Bildern möchte Sebastian Seidel ein Stück Heimat in Erinnerung rufen. „Man sagt mir nach, ich sei ein romantischer Realist“, erzählt der 16-Jährige Gymnasiast. Für ihn sei es wichtig, sehr detailgetreue Abbildungen zu schaffen. Seine bevorzugten Techniken sind Aquarelle und Acrylmalerei. Sein Hang zur Perfektion hat sich schon im Bekanntenkreis herumgesprochen. Gelegentliche Auftragswerke bessern das Taschengeld auf. Sebastian Seidel erhielt bereits im vergangenen Jahr den ersten Preis.

Auch Josefine Pohl nahm bereits im vergangenen Jahr erfolgreich am Schülerkunstpreis teil, belegte wieder den zweiten Platz und erhielt damit 100 Euro. Sie reichte eine Mischtechnik unter dem Titel „Umbau in Forst“ ein: „Mir ist aufgefallen, dass in Forst sehr viele Häuser abgerissen werden. Da gegenüber der Musik- und Kunstschule so ein Abriss vorgenommen wurde, habe ich dies zu meinem Bildthema gemacht. Das Abrisshaus habe ich als schwarze Silhouette in den Vordergrund und das neu Erbaute in den Hintergrund gesetzt. Der Kran ist gerade dabei, die Ruine zu beseitigen. Auf dem sandigen Hügel blühen bereits wieder Blumen und ein Vogel traut sich auf den Bauplatz“, erläutert sie ihr Bild. Die 14-Jährige malt in ihrer Freizeit gern und besucht den Kurs „Künstlerisches Gestalten“ an der Musik- und Kunstschule Forst.

Für ihre beiden eingereichten Arbeiten erhielt Maria Cholodkow den dritten Preis, der mit 50 Euro dotiert ist. Die Acrylzeichnung mit dem Titel „Forst in meiner Phantasie“ zeigt ein farbenfrohes Bild der Stadt. Die Idee für das Bild „Rosengarten“ entstand, weil Maria Cholodkow gern dorthin geht, wenn sie sich allein fühlt. Die Jury überzeugte der starke persönliche Eindruck der Bilder und die erkennbare Verbindung zwischen alter und neuer Heimat. Für die Gestaltung setzte die Schülerin Stoffmuster als Symbol und Bezug zur Stadt Forst ein.

Beim Schülerkunstpreis 2006 sollen neben den bisherigen Techniken auch Fotografien und Collagen eingereicht werden können.

von Angelika Brinkop