Forsterjahrbuch 2006
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Newsarchiv 2005

Lausitzer Rundschau vom 22.11.2005

Das Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2006 soll heute Abend präsentiert werden

Forster Historie zum Schmökern

Die Vorstellung der zweiten Ausgabe des Forster Jahrbuches für Geschichte und Heimatkunde wird heute Abend spannend. Eigentlich sollte der druckfrische Band bereits am Freitag in Forst eintreffen. Dann sollten die Bücher gestern Nachmittag kommen. Schließlich machte die Großräschener Druckerei einen Rückzieher. Es sei versehentlich das Impressum in einen Beitrag gedruckt worden, erklärte die ehrenamtliche Geschäftsführerin Angela Maaß gestern Abend mit Verweis auf Informationen aus der Druckerei. Sie will heute selbst dorthin fahren und hofft, zumindest eine Teilauflage mitbringen zu können.

Auf jeden Fall sind die Autoren heuten Abend im Museum um Hintergründiges, Unterhaltsames oder Neues zu 19 Texten zu Forster Geschichte und Geschichten beitragen zu können. Einen Abstecher in die Heimatkunde macht Richard Eichler, der das Naturschutzgebiet Euloer Bruch beschreibt. Besonderen Forster Menschen widmen sich die Beiträge von Gerd Kundisch zu Paul M. Mark, von Hagen Pusch zur Forster Reichstagsabgeordneten Maria Krach, von Dr. Jürgen Stein zu den Mitgliedern der Großfamilie Mosse und von Ingrid Ebert zum Maler Erwin Kurtze.

In den Untergrund führen die Beiträge der Archäologin Ilona Ertner, die sich mit der Urgeschichte an der Radrennbahn befasst, und von Frank Katzula, der das Bestattungswesen in der Stadt Forst Lausitz untersucht. Als eine Art Aperitif darf der Beitrag von Dr. Richard Ihlo zum 2006 anstehenden Jubiläum «100 Jahre Forster Radrennbahn» zu verstehen sein. In Kürze wird das umfangreiche Buch zum Bahn-Jubiläum vorgestellt, an dem Ihlo wesentlich mitwirkte. Hans Kober widmete sich auch einem großen Jubiläum, nämlich 100 Jahre Stromversorgung in Forst, während Museumsleiterin Michaela Zuber zehn Jahre des Brandenburgischen Textilmuseums noch einmal Revue passieren lässt. Mit dem Kriegsende und dem Neuanfang in Forst 1945 beschäftigt sich der Beitrag des Stadtarchivars Dr. Jan Klußmann. Ein weiterer Beitrag geht der Frage nach, in welchem Umfang in den Jahren 1939 bis 1945 Ausländer, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Forst eingesetzt wurden.

Günter Wolf beschreibt die «Chorgemeinde» in Forst und Hagen Pusch die Phase in der Wirtschaftskrise, als es in Forst nur Millionäre gab. Der Apotheker Dr. Hans Dobbert bringt viel eigene Erfahrungen mit ein, wenn er die Apotheken in Forst im 20. Jahrhundert nicht nur für die Nachwelt festhält. Ingrid Ebert befasst sich mit der Geschichte der Forster Baptisten im 19. Jahrhundert und Leonhard Koch blätterte in der Chronik der Feuerwehr. Katharina Owaczarek widmete sich nur auf dem ersten Blick einem staubtrockenen Thema: Forst in Zahlen. Damit soll Klarheit über manch unklare Angaben zum Beispiel bei der langfristigen Bevölkerungsentwicklung geschaffen werden.

Hintergrund Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde

Das Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2006 wird heute um 19 Uhr im Brandenburgischen Textilmuseum vorgestellt und soll dort nach bisherigen Planungen auch erstmals zu kaufen sein. Das Jahrbuch soll in einer Auflage von 800 Exemplaren erscheinen und kostet 7,50 Euro. Herausgeber ist der Museumsverein. Wann das Buch in den Handel kommt, klärt sich voraussichtlich erst heute im Laufe des Tages. Die Autoren werden heute zur Präsentation anwesend sein.

von Jürgen Scholz

Lausitzer Rundschau vom 24.11.2005

Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde 2006 wurde in Forster Textilmuseum vorgestellt

Zweiter Schritt auf dem Weg zur Buchreihe

Forst.  Das zweite Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde wurde am Dienstagabend im Beisein von etwa 60 Gästen im Textilmuseum vorgestellt. Der Vorsitzende des Museumsvereins, Dr. Hans Dobbert, wies in seinen Einführungsworten darauf hin, dass in Forst 1945 mit dem Ende des Weltkrieges viel Material verloren gegangen sei, das für eine historische Aufarbeitung der Stadtgeschichte nützlich sei. Dobbert rief dazu auf, Zuhause nach alten Unterlagen und Fotos zu stöbern. Andererseits sollten Zeitzeugen ihre Erinnerungen aufschreiben und somit das Wissen für die späteren Generationen sichern.

Foto: Bernd-Volker Brahms

Etwa 60 Gäste waren ins Textilmuseum gekommen, um als erste das neue Jahrbuch 2006 präsentiert zu bekommen.

Mit dem Jahrbuch 2006 sei ein zweiter Schritt gemacht worden, hin zueiner Buchreihe, die künftig die Geschichte der Stadt gut widerspiegele, sagte Dobbert. Lediglich 1956 und 1957 habe es schon einmal in Forst einen Anlauf für ein Jahrbuch gegeben. Andere Städte wie beispielsweise Guben hätten sich eine Schriftenreihe mit mittlerweile über 50 Bänden geschaffen. Ähnliches wünsche er sich für Forst, sagte Dobbert.

Das 260-seitige Jahrbuch für 2006, das ab sofort für 7,50 Euro im Textilmuseum zu haben ist, war am Dienstag gerade noch rechtzeitig zur Präsentation eingetroffen. Mehrere Autoren berichteten darüber, wie sie auf ihr Thema gekommen und das Material zusammenbekommen hatten.

Herausgekommen ist ein lesenswertes Kompendium zur Forster Stadtgeschichte, das durchaus noch Lust auf mehr macht. «Es gibt bereits Anfragen für die nächste Ausgabe» , sagt Hans Dobbert, der sich vorerst keine Sorgen über den Fortbestand macht und sich sicher ist, eine langjährige Buchreihe auf den Weg gebracht zu haben.

Genauso wie der erste Band hat auch der zweite eine Auflage von 800 Exemplaren. «Das ist sehr knapp kalkuliert» , sagt der Chef des Museumsvereins, der als Herausgeber des Buches fungiert. 650 Exemplare müssen verkauft werden, um die Auslagen wieder rein zu bekommen. Diese Kalkulation sei nur möglich gewesen, weil sämtliche der 17 Autoren ihre Beiträge ohne Honorar erstellt hätten.

Das Buch widmet sich sehr grundsätzlichen Aspekten der Stadthistorie, was sicherlich dem Umstand geschuldet ist, dass es sich erst um den zweiten Band handelt. Dadurch wird ein sehr komprimiertes Wissen über Forst angeboten und dürfte Leser über ein Spezialinteresse hinaus finden. Andererseits sind die Jahre 2005 und 2006 mit zahlreichen Jubiläen gespickt – zu nennen sind hierbei 60 Jahre Kriegsende sowie 100 Jahre Radrennbahn und Elektrizität in der Rosenstadt.

Ein Beitrag von Katharina Owaczarek und Hans Dobbert widmet sich den Veränderungen bei den Einwohnern sowie den zugehörigen Ortsteilen in den vergangenen 190 Jahren. Ein sehr grundsätzlicher Beitrag ist auch von Frank Katzula enthalten, der sich dem Bestattungswesen in Forst widmet.

Eine Sammlerleidenschaft beweist dagegen Hagen Pusch, der von der Inflation Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts berichtet. Ein mit 40 Milliarden Reichsmark frankierter Briefumschlag, der in Forst aufgegeben wurde, ist genauso abgebildet wie zahlreiche in Forst gedruckte Geldscheine. Der Vierfarbdruck des gesamten Jahrbuches kommt hier sehr schön zum Tragen.

Der Umschlag des reich bebilderten Buches ist ein Gemälde des Forster Künstlers Erwin Kurtze, über den Ingrid Ebert einen Beitrag für das Jahrbuch verfasst hat.

Das Buch besticht durchaus durch die vielen mit Akribie zusammengetragenen Texte und Bilder. Einige von ihnen halten durchaus wissenschaftlichen Maßstäben stand. So berichtet Jürgen Scholz über den Ausländereinsatz in den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 und belegt dies an zahlreichen Quellen. Auch andere Autoren weisen gesondert daraufhin, wo sie ihre Informationen herbekommen haben. «Dies ist durchaus unser Anspruch» , sagte Dobbert.  (brs)

Bernd-Volker Brahms

Lausitzer Rundschau vom 25.11.2005

Jahrbuch 2006 in Forst vorgestellt

Zweiter Schritt auf dem Weg zur Reihe

Forst.  Das zweite Forster Jahrbuch für Geschichte und Heimatkunde wurde im Textilmuseum vorgestellt. Der Vorsitzende des Museumsvereins, Dr. Hans Dobbert, wies darauf hin, dass in Forst 1945 mit dem Ende des Weltkrieges viel Material verloren gegangen sei, das für eine historische Aufarbeitung der Stadtgeschichte nützlich sei. Dobbert rief dazu auf, Zuhause nach alten Unterlagen und Fotos zu stöbern. Andererseits sollten Zeitzeugen ihre Erinnerungen aufschreiben und somit das Wissen für die späteren Generationen sichern.

Mit dem Jahrbuch 2006 sei ein zweiter Schritt gemacht worden, hin zu einer Buchreihe, die künftig die Geschichte der Stadt gut widerspiegele, sagte Dobbert. Lediglich 1956 und 1957 habe es schon einmal in Forst einen Anlauf für ein Jahrbuch gegeben. Andere Städte wie beispielsweise Guben hätten sich eine Schriftenreihe mit mittlerweile über 50 Bänden geschaffen. Ähnliches wünsche er sich für Forst, sagte Dobbert.

Rechtzeitig

Das 260-seitige Jahrbuch für 2006, das ab sofort für 7,50 Euro im Textilmuseum zu haben ist, war am Dienstag gerade noch rechtzeitig zur Präsentation eingetroffen. Mehrere Autoren berichteten darüber, wie sie auf ihr Thema gekommen und das Material zusammenbekommen hatten.

Herausgekommen ist ein lesenswertes Kompendium zur Forster Stadtgeschichte, das durchaus noch Lust auf mehr macht. «Es gibt bereits Anfragen für die nächste Ausgabe» , sagt Hans Dobbert, der sich vorerst keine Sorgen über den Fortbestand macht und sich sicher ist, eine langjährige Buchreihe auf den Weg gebracht zu haben.

Genauso wie der erste Band hat auch der zweite eine Auflage von 800 Exemplaren. «Das ist sehr knapp kalkuliert» , sagt der Chef des Museumsvereins, der als Herausgeber des Buches fungiert. 650 Exemplare müssen verkauft werden, um die Auslagen wieder rein zu bekommen. Diese Kalkulation sei nur möglich gewesen, weil sämtliche der 17 Autoren ihre Beiträge ohne Honorar erstellt hätten.

Das Buch widmet sich sehr grundsätzlichen Aspekten der Stadthistorie, was sicherlich dem Umstand geschuldet ist, dass es sich erst um den zweiten Band handelt. Dadurch wird ein sehr komprimiertes Wissen über Forst angeboten und dürfte Leser über ein Spezialinteresse hinaus finden. Andererseits sind die Jahre 2005 und 2006 mit zahlreichen Jubiläen gespickt – zu nennen sind hierbei 60 Jahre Kriegsende sowie 100 Jahre Radrennbahn und Elektrizität in der Rosenstadt.

Ein Beitrag von Katharina Owaczarek und Hans Dobbert widmet sich den Veränderungen bei den Einwohnern sowie den zugehörigen Ortsteilen in den vergangenen 190 Jahren. Ein sehr grundsätzlicher Beitrag ist auch von Frank Katzula enthalten, der sich dem Bestattungswesen in Forst widmet.

Eine Sammlerleidenschaft beweist dagegen Hagen Pusch, der von der Inflation Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts berichtet. Ein mit 40 Milliarden Reichsmark frankierter Briefumschlag, der in Forst aufgegeben wurde, ist genauso abgebildet wie zahlreiche in Forst gedruckte Geldscheine.  (brs)