Schülerkunstpreis 2004
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Newsarchiv 2004

Lausitzer Rundschau von 06.12.2004

Sandra Schoen erhält Sonderpreis für ein bemaltes Straußenei

Schülerkunstpreis geht an Sebastian Seidel

Forst.  Der diesjährige Schülerkunstpreis geht an Sebastian Seidel vom Forster Gymnasium. Der Neuntklässler erhält die Siegesprämie in Höhe von 150 Euro für sein Bild «Feldweg durch die Jamnoer Flure» . Die Preisverleihung fand am Sonnabend während der Eröffnung einer Sonderausstellung im Textilmuseum statt.

Foto: Angela Hanschke

Schülerkunstpreisträger Sebastian Seidel neben Juliane Donath, Josefine Pohl und Sandra Schoen.

«Traumhafte Märchenwelten» heißt das Motto der Ausstellung. Einmalige, handgefertigte Puppen aus ihrer 40-jährigen Geschichte vertraute die Cottbuser Puppenbühne Regenbogen der Einrichtung an. «In unserer von ständiger Reizüberflutung geprägten Zeit, welche oft die Phantasie verkümmern lässt, hat die Weihnachtszeit eine besondere Bedeutung» , hob Museumsleiterin Michaela Zuber bei der Eröffnung hervor. Die Gäste ließen sich – begleitet von den Klängen der Musikschüler Benjamin Böhm und Falko Eggert – von den wundervollen Unikaten zum Träumen verführen.

Traumhaft sind aber auch die Arbeiten, die für die Verleihung des Schülerkunstpreises 2004 eingereicht wurden. Er habe deshalb Hochachtung vor der Arbeit der Jury, welche die Bewertung vorzunehmen hatte, erklärte Bürgermeister Gerhard Reinfeld. 20 anspruchsvolle Werke von zehn jungen Künstlern waren eingereicht worden.

Spannung lag in der Luft, als endlich die Namen der drei Preisträger verkündet wurden: Der dritte Preis in Höhe von 50 Euro wurde Juliane Donath für ihr Werk «Aufblühende Stadt der Rosen» zuerkannt. «Die Forster Landschaftsrose» , ein Bild von Josefine Pohl, wurde von den Juroren mit dem 2. Preis belohnt. Über 100 Euro durfte sich die Preisträgerin freuen. Der 1. Preis in Höhe von 150 Euro ging an Sebastian Seidel. Sein Siegerbild in Acryltechnik «Feldweg durch die Jamnoer Flure» fand ungeteilte Anerkennung. Aus allen Beschreibungen, welche die jungen Künstler zusammen mit ihren Werken abgaben, «sprachen viel Heimatliebe sowie die Zuversicht, die Stadt Forst hat eine Zukunft» , sagte Gerhard Reinfeld in seiner Laudatio.

Er habe eine Landschaft darstellen wollen, die noch ursprünglich und ohne große Eingriffe des Menschen ist, erzählte Sebastian Seidel. Der Sieger des Wettbewerbs besucht am Forster Gymnasium die Klasse 9 c. Das alles habe er bei einer Fahrradtour im Sommer in Jamno gefunden und sofort mit dem Fotoapparat festgehalten, so Sebastian Seidel, der bereits im vergangenen Jahr den dritten Platz belegte. Mit dem Sieg habe er nicht gerechnet, aber natürlich auf eine gute Beurteilung gehofft, verriet er.

«Für ein äußerst kreatives Werk, das völlig aus dem Rahmen fiel» , vergab die Jury einen Sonderpreis. Sandra Schoen reichte unter dem Titel «Natur im Wandel der Zeiten» als Wettbewerbsbeitrag ein kunstvoll bemaltes Straußenei ein. Sie habe es mit Ölfarben für einen Sammler aus Hornow gefertigt, sagte sie. «Nach der Ausstellung geht es weg» , fügte sie mit Bedauern an. Der Abschied falle ihr schwer, schließlich habe sie zwei Monate daran gearbeitet, sagte Sandra Schoen, die gegenwärtig die Abiturstufe des Gymnasiums besucht.

Von Angela Hanschke