Große Wäsche
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Newsarchiv 2004

Lausitzer Rundschau von 20.08.2004

Brandenburgisches Textilmuseum Forst eröffnet am 3. September eine neue Sonderausstellung

Zwei Tage für die «Große Wäsche»

Forst.  Es ist Umbauzeit im Brandenburgischen Textilmuseum Forst: Die obere Etage wird für die Sonderausstellung «Niederlausitzer Textilstandorte gestern und vorgestern» vorbereitet.

Foto: Gerd Kundisch

Hüte über Hüte: Stefan Buss und Karin Wenke haben gerade die Gubener Hüte in Empfang genommen.

Gestern waren schon eine Reihe interessanter Objekte, vor allem Hüte aus dem Gubener Hutmuseum, zu sehen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am 3. September um 19.30 Uhr. Dabei sollen auch ehemalige Messeschlager des VEB Forster Tuchfabriken in einer Modenschau vorgeführt werden.

Mit der Sonderausstellung will man den Besuchern die Geschichte und Entwicklung der in dieser Region traditionellen Textilindustrie näher bringen Anhand von Maschinen aus den letzten beiden Jahrhunderten, Exponaten, Fotos und Dokumenten wird belegt, wie rasant diese Entwicklung vor allem im 19. Jahrhundert war und wie viele Betriebe damals in der Niederlausitz entstanden. Interessant ist sicher auch, was aus diesen Betrieben geworden ist.

Angela Maaß, Geschäftsführerin des Museumsvereins der Stadt Forst, ist sicher, dass die Forster «ihre» Textilbetriebe noch sehr genau kennen. «Die Gebäude der Firmen Brink und Friedrich Schmidt stehen heute leer. Ebenso das der Gebrüder Ebele – hier waren bekanntlich die Forster Web- und Strickwaren untergebracht. Wohnungen beziehungsweise Büros entstanden in den Firmengebäuden von Bertke und Eugen Neubarth. Auf dem Gelände der Firma Robert Cattien steht heute das Kreishaus. Die Firma Mrose gibt es noch – doch nicht als Textilunternehmen. Nur das Unternehmen von Otto Petke lebt sozusagen weiter – sein Enkel produziert heute Vliesstoffe» , weiß Angela Maaß. Eine ganze Reihe dieser kleinen Tuchproduzenten seien nach und nach zwangsenteignet und zu den Forster Tuchfabriken zusammengeschlossen worden.

Angela Maaß, Geschäftsführerin des Museumsvereins der Stadt Forst, ist sicher, dass die Forster «ihre» Textilbetriebe noch sehr genau kennen. «Die Gebäude der Firmen Brink und Friedrich Schmidt stehen heute leer. Ebenso das der Gebrüder Abele – hier waren bekanntlich die Forster Web- und Strickwaren untergebracht. Wohnungen beziehungsweise Büros entstanden in den Firmengebäuden von Berte und Eugen Neubarht. Auf dem Gelände der Firma Robert Cattien steht heute das Kreishaus. Die Firma Mrose gibt es noch – doch nicht als Textilunternehmen. Nur das Unternehmen von Otto Petke lebt sozusagen weiter – sein Enkel produziert heute Vliesstoffe» , weiß Angela Maaß. Eine ganze Reihe dieser kleinen Tuchproduzenten seien nach und nach zwangsenteignet und zu den Forster Tuchfabriken zusammengeschlossen worden.

Neben der Entwicklung der Forster Textilunternehmen wird unter anderem auch die Geschichte der Gubener Hutwerke, die seit 1989 geschlossen sind, dokumentiert. Bis Ende Juli mussten die Hüte aus dem Gubener Hutmuseum im Zusammenhang mit seinem Umbau ausziehen – ab 3. September sind sie nun in Forst im Rahmen der Sonderausstellung zu sehen. Auf Videos kann man verfolgen, wie diese Hüte entstanden.

Im Rahmen der Ausstellung sind auch Aktionstage geplant – am 5. und 6. September sind die Tage rund um die «große Wäsche» . Dabei soll demonstriert werden, wie Urgroßmutter und Großmutter ihre Wäsche gewaschen haben – «mit Waschzuber, Waschbrett und historischen Waschmaschinen» – so Angela Maaß. Als besondere Angebote zum Mitmachen an den beiden Tagen erwähnt sie das Färben mit Naturfarben, das Filzen, Batiken und das Herstellen von Seife.

Am 26. und 27. Oktober will man dann die Bilder zur Erinnerung an die Forster Tuchfabriken, die im Jahre 2000 in der Ausstellung «Fadenbruch» zu sehen waren, in der neuen Sonderausstellung noch einmal zeigen.

Die Ausstellung soll bis zum 21. November zu sehen sein – jeweils dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr. Danach wird schon die Weihnachtsausstellung aufgebaut, die am 4. Dezember eröffnet wird und in deren Mittelpunkt Marionetten stehen sollen – das verrät Angela Maaß schon mal.

Eva-Maria Becker