Forum für Künstler und Geschichte
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Newsarchiv 2004

Lausitzer Rundschau von 17.12.2004

Haus bleibt Forum für Künstler und Geschichte

Im Textilmuseum bleiben Besucher aus

Forst.  Fünf Sonderausstellungen soll es im zehnten Jahr des Bestehens 2005 im Brandenburgischen Textilmuseum Forst in der Sorauer Straße 37 geben. Im Museum hofft man, dass die Besucherzahlen dann wieder steigen. Natur und Kunst gefielen Im zu Ende gehenden Jahr kamen 5200.

Im Jahr zuvor waren es 7000. Natur und Kunst, in diesem Jahr mit Bildern von Horst Jäkel und Werken von Richard Flockenhaus im Ausstellungszyklus vertreten, zogen noch die meisten in ihren Bann. Ausgerechnet bei der aus Sicht der Museumsmitarbeiter herausragenden Ausstellung zur Textilgeschichte in Forst seien aber weniger Besucher als erwartet gekommen, bedauert Angela Maaß, Mitarbeiterin im Museum und Geschäftsführerin des für die Einrichtung zuständigen Museumsvereins. «Dabei wäre es vor allem für Grundschüler ein spannendes Angebot gewesen. Schließlich sollte man schon wissen, wo man eigentlich lebt» , bedauert Frau Maaß das weniger gewordene Interesse. Im kommenden Jahr soll das heimatkundliche Angebot noch intensiver an die Schüler gebracht werden. Eine Information an die Schulen reiche vielleicht künftig nicht mehr aus, um Schulklassen zu einem Besuch in der Geschichte einzuladen. «Andere Technikmuseen in Deutschland klagen schon lange über sinkende Besucherzahlen, nun hat es auch uns ereilt» , sagt Angela Maaß. Ursache sei die «schlechte Stimmung» in Deutschland. Die Leute hätten weniger Sinn für Kunst und Kultur.

Doch davon will man sich im Museum nicht entmutigen lassen. 2005 wird das zehnjährige Bestehen der Einrichtung begangen. Fest steht, dass es aus diesem Anlass im Sommer ein Hoffest geben wird.

Fünf Sonderausstellungen

Es soll insgesamt fünf Sonderausstellungen geben. Den Auftakt machen Heike Mäbert und Hans-Jürgen Bernhard, die ab 21. Januar mit Bildern und Keramik die Reihe «Künstler aus Forst» fortsetzen. Die Berliner Künstlerin Inge Flierl zeigt ab dem 12. März ihre Gobelins. Mit der «Sorauer Sammlung» steigt das Museum ab 12. Mai ganz tief in die Heimatgeschichte ein. Wer weiß noch, was Rolltücher sind? Im September können sich ältere Besucher erinnern und jüngere etwas aus der Zeit erfahren, in denen es noch keine Dampfbügeleisen und Bügelautomaten gab. Traditioneller Abschluss wird eine Weihnachtsausstellung sein.

Elke Möbus