17. Juni 1953 in Forst
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Newsarchiv 2003

Museumsverein und Stadtarchiv suchen Zeitzeugen

Meldung vom 23. Januar 2003

Am 17. Juni jährt sich ein wichtiges Ereignis der DDR-Geschichte zum fünfzigsten Mal: Der Aufstand von 1953 schien den "Arbeiterstaat" für einen Moment in seinen Grundfesten zu bedrohen, doch seine Niederschlagung führte zur Zementierung der SED-Herrschaft. Unterschiedlich als Arbeiter- oder als Volksaufstand bewertet, gilt die Erhebung vor allem als ein Ereignis, das die industriellen Ballungsräume betroffen hat. Wie aber sah es in kleineren Orten aus? Dieser Frage wollen Museumsverein und Stadtarchiv in Forst für ihre Stadt nachgehen. Herrschte in Forst "Friedhofsruhe", und wenn ja, warum? Oder täuscht das Bild? In den Streikstatistiken der Historiker taucht die Stadt bislang nicht auf, doch gibt es Berichte über Menschenaufläufe und Demonstrationen in der Innenstadt, über massive Truppenzusammenziehungen, über Ausschreitungen gegen staatliche Sicherheitsorgane ... Wie erlebten damalige Forster Bürgerinnen und Bürger die Junitage 1953, als Augenzeugen oder als Beteiligte auf den unterschiedlichen Seiten? Welche Folgen hatten die Ereignisse für die Stadt und ihre Bewohner?

Museumsverein und Stadtarchiv suchen Interviewpartner und Menschen, die Erinnerungsberichte, Fotos oder andere Unterlagen zum Projekt beisteuern können. Die Ergebnisse werden im Juni in einer Vortragsveranstaltung und in einer Publikation präsentiert werden.

Hinweise jeder Art sind herzlich willkommen! Interessierte wenden sich bitte an: Stadtarchiv Forst (L.), Dr. Jan Klußmann, Rathaus, Promenade 9, 03149 Forst (L.), Tel. (03562) 989-114, Fax (03562) 7460, E-Mail: j.klussmann@forst-lausitz.de