Studienfahrt nach Lubsko und Brody
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Newsarchiv 2000

Städtepartnerschaft miterlebt
Erfolg für Studienfahrt nach Lubsko und Brody

Meldung vom 24. Mai 2000
Lubskoer Bürgermeister Mariusz Izyk Beata Szefer und Mariusz Izyk (Stadt Lubsko) Kurtze-Ausstellungskatalog für Lubskoer Bürgermeister
Stadtpfarrkirche Lubsko Lubsko vom Büttelturm ...auf dem Büttelturm in Lubsko
Kirche in Biecz Forstkundestation vom Aussichtsurm bei Brody

Am 20. Mai 2000 begann um 8.00 Uhr für 52 Teilnehmer die diesjährige erste Studienfahrt des Museumsvereins der Stadt Forst (Lausitz) e.V. zu den neuen Partnerstädten Lubsko/Sommerfeld und Brody/Pförten. Nach kurzem Grenzaufenthalt erschlossen sich bei einer kleinen Rundfahrt durch den Ort Trzebiel/Triebel das Burglehn, das Gutshaus, die Kirche und der Befestigungsturm der ehemaligen Stadtmauer. Der Weg führte dann über Tuplice/Teuplitz (1678 Stadtrecht, Kirche 14.Jh.), Lazy/Läsgen, Grezawa/Rotfelde (1937 von Pokuschel umbenannt), Nowa Rola/Niewerle (1451 erstmals erwähnt) nach Lubsko/Sommerfeld.

Der dortige Bürgermeister Mariusz Izyk empfing die Gruppe im historischen Rathaus von 1580. Engagiert stellte er seine Stadt vor und antwortete auf die Fragen der Gäste nach Chancen bei der europäischen Integration und der wirtschaftlichen Lage. Besondere Beachtung fand bei dem anschließenden Rundgang durch das Haus die Ratsherrentür von 1582. Der Museumsverein bedankte sich bei Bürgermeister Izyk mit dem Ausstellungskatalog von Erwin Kurtze, der 1910 in Sommerfeld geboren wurde. Frau Beata Szefer von der Stadt Lubsko führte dann durch die Stadtpfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert und auf den Büttelturm, dem Rest der ehemaligen Stadtbefestigung.

Im Lubskoer Ortsteil Dluzek/Dolzig gelang ein kleiner Einblick in das Schloss, in dem am 22. Oktober 1858 Auguste Viktoria von Schleswig - Holstein - Sonderburg - Augustenburg geboren wurde, die sich 1881 mit Wilhelm von Preußen vermählte und damit die letzte deutsche Kaiserin werden sollte. Die Dorfkirche beeindruckte besonders durch die Grabsteine des Siegmund von Zeschau und seiner Frau.

Nach dem Mittagessen in Lubsko führte dann der Weg nach Biecz/Beitsch in eine der vermutlich schönsten Dorfkirchen der Region und nach Jeziory Wysokie/Hoh Jeser zur Forstkundestation und dem Feuerwachturm mit Aussichtsplattform. Sichtlich beeindruckt von dem Geschaffenen und den Ausführungen des Försters waren dann die Kaffeetafel im Brühl´schen Schloss in Brody/Pförten bei Dariusz Tymejczyk und eine Schlossbesichtigung der letzte Aufenthalt vor der Heimreise über Nablato/Nablath und Proszow/Drahthammer.

Städtepartnerschaft miterlebt: Viele Teilnehmer waren sich darin einig, dass sie nicht zum letzten mal Lubsko, Brody und die gesamte Partnerschaftsregion besuchen werden, haben sie doch bei der Studienfahrt dafür viele Anregungen erhalten.

Gegen 19.00 Uhr endete die Fahrt wieder an der Forster Stadtkirche St. Nikolai.

Ausdrücklich gedankt sei auch Beata Szefer für die Organisation der Studienfahrt vor Ort und ihrer Unterstützung bei den Übersetzungen.

Die nächste Studienfahrt des Museumsvereins führt am 23. September 2000 u.a. zum Bachhaus nach Leipzig.