Schülerkunstausstellung 2001
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Ausstellungsarchiv

Schülerkunstausstellung 2001

16. März 2001 bis 22. April 2001

Eröffnung
Presse
Finissage

Eröffnung der Ausstellung am 16. März 2001

über 140 Gäste zur Eröffnung Chor mit Schülern der Realschule und des Gymnasiums Ausstellungseröffnung
Bürgermeister Dr. Reinfeld mit Ausstellerin Ausstellungseröffnung Ausstellungseröffnung

Eröffnungsrede

Heike Mäbert, Kunstlehrerin Gymnasium Forst (L.)

Sehr geehrte Gäste, liebe Schüler,

ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.

Meine besondere Freude möchte ich darüber zum Ausdruck bringen, dass diese Ausstellung in den Museumsräumen möglich wurde. Der Dank geht dafür an das Museumspersonal, die Vorsitzende des Vereins und natürlich an die Schüler.

Der Gedanke an eine solche Ausstellung ist schon vor reichlich einem Jahr entstanden und auch gleich vom Museum aufgegriffen worden, denn Möglichkeiten zur Ausstellung von Schülerarbeiten an der Schule sind leider sehr begrenzt, nicht zuletzt durch Umbauarbeiten.

Ursprünglich war an eine "Personalausstellung" des Gymnasiums gedacht, wurde auf Anregung des Museums aber erweitert auf die anderen weiterführenden Schulen der Stadt, was auch ich persönlich als eine Bereicherung empfinde.

Herausgekommen ist ein repräsentativer Überblick über die kreativen Fähigkeiten der Schüler. Das Spektrum der Themen, Motive und Techniken ist sehr weit gefasst – angefangen bei filigranen Bleistiftzeichnungen, z.B. Portale und Kapitelle zum kunstgeschichtlichen Komplex des Mittelalters, speziell der Romanik und Gotik, oder aufwändige Scherenschnitte, die die Glasmalerei des gotischen Spitzbogenfensters der großen Kathedralen nachempfinden. Ebenfalls wird das Thema der Gotik in den Aquarell- und Buntstift-Arbeiten zum Motiv des Engels aufgegriffen.

Zum großen Komplex der Renaissance entstanden die sehr fantasievollen Verfremdungen der "Mona Lisa" und des "Abendmahls" von Leonardo da Vinci, die schon den Bereich der Objektkunst berühren. Auch die manieristischen Collagen zum Porträt am Beginn des Ausstellungsrundganges gehören dazu. Das Porträt ist ein Thema, welches sich in den Arbeiten aller Schüler wiederfindet, ob als Naturstudium, Selbstbildnis, farbige Karikatur, collagierte Verfremdung oder in verschiedenen Drucktechniken wie Kaltnadelradierung und Linolschnitt.

Gerade das Ausprobieren unterschiedlicher Techniken und Materialien ist es, das für viele Schüler den Reiz des Kunstunterrichtes ausmacht – die Möglichkeit, schöpferisch und auch fachübergreifend tätig zu sein. Das bedeutet für die Kunsterzieher natürlich auch ein hohes Maß an Eigeninitiative bei der Beschaffung von Materialien, technischen Möglichkeiten und entsprechenden Aufwand bei der Vorbereitung. Dafür wird man aber sehr oft durch den Spaß der Schüler am Arbeiten, durch die kreativen Ergebnisse und natürlich den Stolz auf das Geschaffene entschädigt. Viele Schüler werden selbst zu "Sammlern", ich denke dabei nicht zuletzt an die Objekte zum Thema "Schuh", die das eindrucksvoll belegen.

Ich glaube, dass gerade die musisch-ästhetischen Fächer den Schülern vielfältige Möglichkeiten des Lernens, Ausprobierens, der Selbsterkenntnis und der schöpferischen Betätigung bieten. Und wie wir in der Ausstellung sehen können, gibt es jede Menge Potential, was in unseren Schülern "schlummert". In diesem Sinne möchte ich schließen und wünsche Ihnen und Euch noch viel Spaß beim Rundgang und am heutigen Abend.

Lausitzer Rundschau vom 19. März 2001

Bühne für Kreatives aus Forster Schulen

Neue Ausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum eröffnet / Schülerkunstpreis der Stadt ausgelobt.

FORST. Die Stadt Forst und der Museumsverein loben einen Schülerkunstpreis aus. Bürgermeister Dr. Gerhard Reinfeld hatte das Ansinnen beim Neujahrsempfang bekannt gemacht. Bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Arbeiten von Schülern aus Forst im Textilmuseum wurde es offiziell.

Zur Eröffnung der Schülerkunst-Ausstellung dachten sich die Schüler und Lehrer der Realschule und des Gymnasiums: "Wenn wir schon gemeinsam Kunst machen, dann können wir auch gemeinsam singen!" So wurde den zahlreichen Gästen ein besonders schwungvolles Willkommen geboten.

Mehr, als Schule verlangt

Beate Schneider, die Vorsitzende des Museumsvereins der Stadt Forst, dankte Regina Schönfeld, Jutta Kuban, Heike Richter, Alke-Marit Schneider und Heike Mäbert. Die fünf Lehrerinnen an der Gesamtschule, der Realschule und am Gymnasium haben gemeinsam mit ihren Schülern "beeindruckende Arbeiten zusammengetragen, die über die schulisch verlangten Fähigkeiten hinausgehen". Doch nicht nur die Kreativität würde dadurch gefördert, sondern auch der "gegenseitige Austausch der Schulen untereinander".

Bürgermeister Dr. Gerhard Reinfeld nutzte diesen Anlass, um einen "Schülerkunstpreis der Stadt Forst (Lausitz)" öffentlich auszuloben. "Mit diesem Preis soll der kreative Zugang der Jugend zur Kunst gefördert sowie der Sinn für das Abenteuer des Sehens und für das Gestalterische geweckt werden." Teilnehmen können Forster Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 bis 13 mit Werken aus den Bereichen Malerei, Grafik und Plastik. Forst und die heimatliche Umgebung sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Für die Gewinner werden Geldpreise in Höhe von 500, 350 und 200 Mark zur Verfügung gestellt.

Heike Mäbert, Kunstlehrerin am Gymnasium, dankte den Mitarbeitern des Museums, dem Museumsverein und natürlich den Schülern und Schülerinnen. "Schon vor einem Jahr hatten wir die Idee, welche dann gleich vom Museum aufgegriffen wurde." Dadurch, dass sich alle weiterführenden Schulen der Stadt Forst an diesem Projekt beteiligten, entstand ein repräsentativer Überblick über die kreativen Fähigkeiten der Schüler.

Breites Spektrum

Zu sehen ist nun ein großes Spektrum der Themen, Motive und Techniken: von filigranen Bleistiftzeichnungen über Aquarell- und Buntstift-Arbeiten bis hin zu Radierungen und Linolschnitten. Portraits finden sich in den Arbeiten aller Schulen wieder, "ob als Naturstudium, Selbstbildnis, Karikatur, farbige oder collagierte Verfremdung oder in verschiedenen Drucktechniken". Wie die Schülerkunst-Ausstellung eindrucksvoll zeigt, gibt es, so Frau Mäbert, "jede Menge Potential, was in unseren Schülern schlummert".

Astrid Bauer

Finissage der Schülerkunstausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum am 22.4.2001

Finissage 22.04.2001 Finissage 22.04.2001 Finissage 22.04.2001

Es ist eine gute und dankswerte Tradition im Museum geworden, Ausstellungen nicht nur mit einer Vernissage zu eröffnen, sondern sie auch mit dem Pendant, der Finissage zu beenden. Am Sonntag, dem 22. April 2001 endete nach fünf Wochen die Schülerkunstausstellung. Zu einem gemeinsamen Nachmittag ab 14. 00 Uhr konnten Interessierte, die es gern möchten, selbst einmal ihre künstlerischen Fähigkeiten unter Anleitung von den Kunsterzieherinnen Frau Schönfeld und Frau Henschke unter Beweis stellen oder nur bei Kaffee und Kuchen sich die Zeichnungen, Collagen und plastische Arbeiten ansehen, die im Kunstunterricht der 8. bis 13. Klasse an der Real- und Gesamtschule sowie am Gymnasiums entstanden sind.

Dem Engagement der Kunsterzieherinnen Frau Mäbert, Frau Schönfeld, Frau Kuban, Frau Richter und Frau Schneider ist es zu verdanken, das die Schüler und Schülerinnen, an die wesentlichen formalen und gestalterischen Grundlagen heran geführt werden: konstruktives wie "impressionistisches" Erfassen der Umwelt, Perspektive, plastische Anatomie von Mensch und Tier, Wuchsformen der Pflanzen, die Wiedergabe von Landschaften und Architekturen, das Wesen des Portraits, des Stilllebens, der Karikatur, der Farbenlehre und Komposition. Und das während der Unterrichtsstunden auch ganz beeindruckende Arbeiten entstanden sind, die über die normalen Fähigkeiten, die im Schulbetrieb durchschnittlich verlangt werden, hinausgehen, davon können Sie sich in dieser Ausstellung überzeugen.

Berufsmäßiges Malen und Zeichnen verlangt natürlich Ausbildung und Übung, wie sie jeder Handwerksmeister oder Arzt haben muß. Erst die überragende Leistung ist eine Frage der Begabung.

Mit dieser Ausstellung möchten der Museumsverein die Kreativität und den gegenseitigen Austausch der Schulen untereinander fördern. Diese Ausstellung ist zugleich auch Anlass, für die offizielle Auslobung des Schülerkunstpreises der Stadt Forst (Lausitz), initiiert von der Stadt und dem Museumsverein. Mit diesem Preis soll der schöpferische Zugang der Jugend zur Kunst gefördert sowie der Sinn für das Abenteuer des Sehens und für das Gestalterische geweckt werden.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die bewusste künstlerische Auseinandersetzung mit der Heimatstadt und ihrer Umgebung. Die Vergabeform erfolgt in drei Preisen: 500 DM, 350 DM, 200 DM sowie einer Ausstellung ausgewählter Arbeiten im Brandenburgischen Textilmuseum, zu der auch ein Katalog erscheint. Weitere Informationen können erfragt werden unter der Telefonnummer des Museums 03562/97356.

Beate Schneider