Rolltuch-Ausstellung
[Home] [Ausstellungen] [Ausstellungsarchiv] [Rolltuch-Ausstellung] 

Ausstellungsarchiv

Komm, lass uns mal die Rolle drehn

Rolltuch-Ausstellung

23.09.2005 bis 20.11.2005

„Komm lass und mal die Rolle dreh´n

Um Wäsche von Falten zu befreien, benutzen wir heute vor allem das Bügeleisen, welches Wärme erzeugt. Eine Kaltmangel glättet dagegen, indem ihre rollenden Holzwalzen enormen Druck auf die Wäsche ausüben. So wurde auch in unserer Region teilweise noch bis in die 1950-er Jahre gearbeitet.

Wollte man „rollen“, waren Rolltücher unentbehrlich. Mit Hilfe dieser zwei bis drei Meter langen Stoffbahnen wurde die zu mangelnde Wäsche um sogenannte Rollhölzer gewickelt, dabei fixiert und vor Schmutz geschützt.

Rolltücher kannte man sicherlich bereits vor einigen hundert Jahren, doch ihre Blütezeit erlebten sie erst nach der Erfindung des automatischen Muster- bzw. Jacquardwebstuhls um das Jahr 1805.

Die interessantesten Rolltücher aus der umfangreichen Privatsammlung von Gisela Meyer aus Berlin sind Anziehungspunkt der neuen Sonderausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (L.) vom 23. September bis 20. November 2005. Zugleich sind neben den Rolltüchern die dazugehörige Technik im Modell und im Original zu sehen, z.B. eine historische Kastenmangel, Tischmangeln oder auch ein Jacquardwebstuhl.