Quilt Art
[Home] [Ausstellungen] [Ausstellungsarchiv] [Quilt Art] 

Ausstellungsarchiv

Quilt Art

Poetic Licence - Künstlerische Freiheit

3. Dezember 1999 bis 20. Februar 2000

... unterstützte die Ausstellung

Inge Hueber poetic licence

Bilder
Eröffnung
Grußworte
Laudatio
Hintergründe

Bilder von der Ausstellungseröffnung

v.l.n.r.: Petra Kusch, Bridget Ingram-Bartholomäus, Dr. Gerhard Reinfeld
Ausstellungseröffnung 3. Dezember 1999 Ausstellungseröffnung 3. Dezember 1999

Eröffnung

Dr. Gerhard Reinfeld
Bürgermeister der Stadt Forst(Lausitz)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

zur heutigen Eröffnung der Ausstellung darf ich Sie ganz herzlich begrüßen.

Man kann es kaum glauben, unser Brandenburgisches Textilmuseum ist inzwischen 4 Jahre alt.

15 Sonderausstellungen hat es bereits gegeben, aber es war bisher noch keine Textilausstellung dabei.

Bilder wurden gezeigt, Dokumente der Landes- und Stadtgeschichte und vor allem Maschinen die der Textilherstellung dienen.

Und so gesehen ist der 3. Dezember 1999 ein besonderer Tag, denn heute wird die erste Textilausstellung in einem Textilmuseum eröffnet.

Unsere bisherigen Ausstellungen waren zum Teil sehr technikorientiert und auch heute geht es um Technik, und zwar um eine sehr alte handwerkliche textile Technik, im englischen "Quilting" genannt. Ob es dazu einen deutschen Begriff gibt, weiß ich nicht und überhaupt muß ich gestehen, daß mir das Wort "Quilting" bis gestern nicht geläufig war.

Aber das ist ja der Sinn einer Ausstellung, daß man dazulernt, daß man klüger hinausgeht, als daß man hineingekommen ist.

Wir betreten also mit dieser Textilausstellung und besonders mit einer Ausstellung von Kunstwerken, die in Quilt-Technik hergestellt wurden, in Forst Neuland.

Es ist uns eine große Ehre, daß die internationale textile Gruppe "Quilt-Art" mit Hauptsitz in Großbritannien neben Köln unsere Stadt für ihre Ausstellungstour in Deutschland ausgewählt hat.

Es ist mir eine große Ehre, Frau Bridget Ingram-Bartholomäus begrüßen zu dürfen.

Sie, Frau Bartholomäus haben, daß glaube ich jetzt schon sagen zu dürfen, unter dem Thema "Künstlerische Freiheit" anschauenswerte, eindrucksvolle Exponate der Quilt-Art mitgebracht und so bleibt mir nur zu wünschen, daß möglichst viele Forsterinnen und Forster von diesen besonderen Kunstangebot Gebrauch machen.

Vielen Dank.

Grußworte

Petra Kusch
Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) e.V.

Quilt - eine mehrlagig wattierte Stepparbeit.

klingt simpel, langweilig und ein wenig nach Wattejacke - nicht nach Farben und Formenspiel, nicht nach Geschichte und Geschichten.

Denn über Quilts zu reden, heißt eine Zeitreise machen zurück ins alte Ägypten und China - wo Quilts zeitgleich erfunden wurden - einmal gegen Kälte, einmal gegen Gluthitze. Wir müssen über die Zeit der Kreuzzüge reden, als man mit Gequiltem zu Felde zog, gegen Kälte, Hiebe und Pfeile geschützt, Arme trugen die wattierten Stücke als Rüstungsersatz.

Noch 1450 verlangte man in der französischen Armee Schutzjacken zu tragen - 30 Lagen Leinen zwischen Hirschleder genäht.

Beliebig ließe sich die Zeitreise fortsetzen zu den Römern, die gequiltes Bettzeug nach Europa brachten, CULCITA genannt, im mittelalterlichen England wurde daraus COWLTE.

Wir müßten über Sammurai reden, die Gequiltes trugen und edle Samtkleidung des englischen Adels, Seide it Wolle gefüttert und gesteppt.

Nicht zu vergessen die fein gearbeiteten Quilts der Amishen und Mennonitenfrauen aus Ohio und Pensylvenia, die Stoffstückchen zu Mustern mit biblischen Namen nähten und all diese Fingerfertigkeit neben Haus-, Feld- und Gartenarbeit ausübten und noch heute ausüben.

Qulits schmückten Betten und Wände, erzählten von den Menschen die sie herstellten, da gibt es Freundschaftsquilts, Erinnerungsquilts, gemeinsam wurde daran gearbeitet und Liebenswertes verarbeitet, zugleich wurde Zeit verschenkt, Gedanken wurden mit eingenäht und Hoffnung, wenn die Kraft nicht reichen wollte.

Mir quillt das Herz über vor Freude über diese Ausstellung in diesem Museum - denn ein Museum, daß der Gegenwart die Tür aufmacht ist ein lebendiges Museum - geführt von wachen Menschen, die sensibel mit Geschichte, mit Zeitgeschichte umgehen, die nicht nur bewahren, sondern die Impulse der Gegenwart aufnehmen, Tradition bewahren - Bewährtes pflegen. Wo Stoffe hergestellt wurden, war der Umgang mit Basismaterialien vertraut.

Textilkunst spielte daher in unserer Region eine nicht zu unterschätzende Rolle, oft waren es Reste die verarbeitet wurden, Wissen wurde enthusiastisch weitergeben.

Individualität, ein heute noch kostbares Gut - individuelle Sprache der Arbeiten, der beteiligten KünstlerInnen.

Laudatio

Bridget Ingram-Bartholomäus
Künstlerin der Gruppe Quilt Art

Die Gruppe Quilt Art wurde 1985 gegründet und sproß aus der Quilters Guild. Im Allgemeinen wird die Wiedergeburt des Quilts mit dem Jahr 1971 datiert. Warum ? - weil die Whitney Gallery in New York eine Ausstellung von Quilts des 19. Jahrhunderts gezeigt hat - und vor allem waren sie an der Wand aufgehängt! So war es leicht Parallelen zu ziehen zwischen der modernen Malerei der Epoche, die hauptsächlich mit Formen und Farbe beschäftigt war und diesen genähten Textilien.

Die Quilters Guild in Groß Britannien wurde 1979 gegründet. Jede Quilt Nähende konnte Mitglied werden, und das Hauptziel war, das Interesse an Patchwork und Quilting zu fördern, egal ob traditionell oder modern. Ähnliche Gilden sind europaweit inzwischen ins Leben gerufen worden und haben mehr als 6.000 Mitglieder.

Eine Kritik an der englischen Quilters Guild war, daß professionelle Künstlerinnen, die zeitgenössischen Quilts nähten, nicht gut innerhalb der Gilde repräsentiert wurden. Durch das Bestreben ein paar reger professioneller Quilterinnen war beschlossen, die Gruppe Quilt Art ins Leben zu rufen. Die Mitgliedschaft in Quilt Art sollte auf einer jurierten Basis sein.

Als erster Teil der Jurierung werden Dias eingereicht, zusammen mit einen Artists Statement - eine künstlerische Aussage. Wer diese dann bestanden hat, wird zum Quilt Art-Treffen eingeladen, um dann ihre Arbeiten vorzuzeigen und darüber zu sprechen. Die Jury besteht aus den Mitgliedern von Quilt Art. Hohes Niveau in Handwerklichem und Gestalterischem sind gefragt, so wie man das hier in Deutschland persönliche Handschrift nennt.

Am Anfang waren es 7 Mitglieder, bis zur ersten Ausstellung (mit Katalog) waren es schon 14, und von diesen 14 sind 4 noch heute dabei. Ziel der Gruppe war es, die Quiltkunst, die nicht unbedingt die traditionellen Quiltkriterien erfüllt, zu fördern. "Zu experimentieren ist neuen Ideen um zu entdecken was möglich ist, wenn man die normalen Quiltregeln nicht beachtet". Man hoffte Quilts in Banken, und andere öffentliche Räumlichkeiten zu bekommen, um das nette "Frauen-Hobby-Image" hinter sich lassen zu können. Das Hauptziel aber waren Ausstellungen. Dazu muß man sagen, es ist leichter und es gibt mehr Möglichkeiten als Gruppe unsere Arbeiten zu zeigen, als wenn man als einzelne Künstlerin Ausstellungen möchte - da die meisten Textiltechniken zeitintensiv sind, Quilting und Patchwork sind es auch !!

Die Ausstellungen sind als Hauptbestreben von Quilt Art geblieben. Es sind jetzt 17 Mitglieder die hier in Poetic Licence vertreten sind, inzwischen sind noch 2 neue Mitglieder aufgenommen worden. Die Gruppe ist internationaler geworden - mit Mitgliedern in Irland, Frankreich, Dänemark und Deutschland und jetzt auch Holland.

Es ist wirklich eine Bereicherung, daß wir aus mehreren Textiltraditionen kommen.

England hat historisch gesehen immer mehr gestickt, Deutschland eher gewebt und geklöppelt.

Wir möchten ein breites Publikum erreichen und sind bestrebt, immer ein professionelles "Ausstellungs-Paket" zusammenzustellen. Mit dem Katalog zu Quilt Art "New Work" und den Postkartenset "Poetic Licence" haben wir versucht, ein passendes Begleitmaterial dazu zu präsentieren und wir freuen uns, wenn eine Ausstellung in verschiedenen Orten und Ländern in Europa gezeigt werden kann. An manchen Ausstellungsorten sind Workshops, Vorträge und andere pädagogische Informationen, wie Probestücke zum Anfassen angeboten gewesen.

Quilt Art trifft sich viermal jährlich, um Geschäftliches zu regeln, wie Ausstellungen und Begleitmaterial (Katalog, Postkarten, wie der laufend von Ort A zu Ort B kommt, wer kümmert sich um allgemeine Publicietät, wer findet Galerien für die nächste Ausstellung usw.). Es hat sich durch Diskussion ergeben, das wir ein kleine, leicht zu handhabende Ausstellung alternierend mit einer Großen, Kennt-keine-Grenzen-Ausstellung machen. Für die nächste Ausstellung 2000 sollte jeder 3 große Arbeiten genäht haben und zwar bis September, für die nächste große Show in 2001.

Bei unseren Meetings versuchen wir, außer dem Geschäftlichen, uns auch immer genug Zeit zu nehmen um über die angehende Arbeiten zu sprechen und sie zu zeigen und zu diskutieren. Dieser künstlerische Teil ist für uns alle etwas eher Positives, Anregendes und vor allem Wichtiges.

Nachdem ich Ihnen Quilt Art als Gruppe vorgestellt habe und ich ein paar Worte zur Ausstellung sagen möchte, lassen Sie mich auch ein paar Dankesworte richten an Herrn Bürgermeister Dr. Reinfeld für sein kommen und daß wir die Möglichkeit hier in Forst zur Ausstellung haben. Danke auch dem British Council für seine Unterstützung und besonders auch Frau Jung und Frau Maaß vom Brandenburgischen Textilmuseum Forst(L.).

Der Name der Ausstellung Poetic Licence - Künstlerische Freiheit, entstand bei einem der Quilt Art Geschäftstreffen, als besprochen war das wir eine Ausstellung mit Themen machen wollten. Es sind immer Mitglieder, die nicht zu eingegrenzt arbeiten möchten, und die Größe war schon vorgeschrieben (weil es in ein Kombi-Auto passt) und so, von etwas mit Gedichte zu machen, oder es auch zu lassen... Für manche Mitglieder bot es die Möglichkeit, bewußt zu experimentieren und etwas anderes zu machen, andere sind sozusagen im eigenen Stiel geblieben, aber haben die angegeben Größe und eine Gedicht als Anregung genommen.

Die Idee, etwas an Gedichte angelehntes zu machen, stammt von Mary Fogg. Sie arbeitet seit einigen Jahren mit Texten und hat eine collaboration mit Canadische Lyrican, doch für diese Arbeiten hat sie andere Gedichte gewählt.

Evelyn Montague war (bis vor ein paar Jahre) mit einem Lyrikschriftsteller verheiratet.

Susan Denton hat ein Gedicht von der Britishe Romantica William Wordsworth gewählt.

Elizabeth Brimelow und Helen Parrott haben sich von ihrer Vorliebe "Landschaft" inspirieren lassen, und dazu noch ein paar Zeilen gefunden.

Anne Fahy hat sich schlicht und einfach von Monet´s Garten inspirieren lassen.

Rita Humphry sich eher vom Wesen "Ihr" Dichte sich ansprechen lassen.

Deirdre Amsden hat ein Gedicht gefunden, aber ist eng im typischen Patchwork Raster geblieben. Noch dazu, die größer die Quadrate (nach außen) desto größer die Druckmuster auf den Stoffe die sie verwendet.

Janet Twinn hat auch die Probleme mit den Rastern entdeckt.

Ich habe mir etwas mit dem Format einfallen lassen, so wie Annie Viche die vorgeschlagen hat, daß ein Bild im rechten Winkel zu den anderen zwei hängen soll (Nicht immer möglich).

Charlotte Yde hat Spaß gehabt, rein zu schneiden, und es ist auch ein Wortspiel.

Inge Hueber und Ester Barret haben mit Spaß und Freude in einem für Sie neuem Format gearbeitet.

Sally-Ann Boyd hat sich überwinden lassen zu dieser Größe, - Sie näht lieber 2 x 3 Meter.

Bethan Ash und Sue Hagley haben die Chance wahrgenommen, ihre Proteste bildlich zu gestalten. Bethan sieht die Vorurteile gegen Frauenkunst, und Sue wegen der vielen Wäsche, kochen, und das sie kaum ein ungestörten Moment im Familienleben hat.

Die Begleitinformation, die ich versucht habe zu jedem Quilt ins Deutsche zu bringen, verrät mehr zum Werk, lassen Sie nun die Arbeiten sprechen.

Hintergründe

Patchwork – diese künstlerisch ansprechende Textilarbeit heißt wörtlich übersetzt "Flickenarbeit". Das Zusammennähen kleiner Stoffstücke verbindet man gedanklich zunächst mit der Verwertung von Stoffresten und denkt an die Werke, die uns aus der amerikanischen Pionierzeit bekannt sind. Doch schon im alten Ägypten, also vor über 2000 Jahren, fand diese gestalterische Technik ihre Anwendung. Seit Jahrtausenden haben Menschen in aller Welt aus Not oder aus Spaß Stoffstücke aneinander gepuzzelt und dann zusammengenäht, um wieder einen "neuen Stoff" herzustellen. Durch Erfindungsreichtum, verschiedene Materialien und kulturelle Unterschiede sind eine Vielzahl verschiedener Muster und Patchworktechniken entstanden.

Es wird angenommen, daß die Kreuzritter im Mittelalter einige Textiltechniken, darunter auch Patchwork, aus dem vorderen Orient mit nach Europa brachten. Bis zum heutigen Tage verbindet man den Begriff "Patchwork" immer noch mit den historischen Bettdecken. Ihre Größe ist ein interessantes Betätigungsfeld, in dem sich die Muster durch kleine Stoffstücken bewegen lassen.

Ein historisches Novum ist das Seminole-Patchwork. Dieses wurde von dem gleichnamigen amerikanischen Indianerstamm für deren Kleidung benutzt. Wir kennen es unter dem Begriff "Seminole-Borden-Muster". Neben der Kleidung sind uns hauptsächlich die schon erwähnten großen Bettdecken - Quilt genannt – bekannt. Diese bestehen meistens aus drei Lagen und sind mit kleinen Quiltstichen zusammengenäht. Sie stellen eine praktische und nutzvolle Verwertung von alten Stoffen dar. Die Quilts, die heute noch gut erhalten sind, waren keine Alltagsgebrauchsstücke, sondern wie immer bei Textilien, hauptsächlich die "besseren" Objekte – die "Sonntagsstücke". Ein alter amerikanischer Brauch war, daß die Braut bis zu ihrer Hochzeit 12. Quilts haben sollte und das 13. Quilt wurde dann das Hochzeitsquilt.

Quilting ist ebenfalls eine sehr alte Technik. Zwei Stofflagen – eine davon öfters Patchwork und meist mit einer zusätzlichen "dritten" Wattierungsschicht (früher gekämmte Wolle oder Baumwolle, heute Quiltingwatte) dazwischen – werden durch fortlaufende Steppstiche kunstvoll zusammengefügt. Diese Technik wurde als nützlich und praktisch angesehen und verwendet. Als Beispiel sei das Unterkleid der Metallrüstungen der mittelalterlichen Ritter erwähnt. Das Unterkleid sollte das Scheuern der Rüstungen am Körper verhindern. Auch wurden teilweise die Unterkleider selbst als eine Art Rüstung getragen. Sie boten durch ihre festen Lagen mit dem Quilting einen Schutz gegen Pfeile für den Reiter und sein Pferd. Im 17. Und 18. Jahrhundert hat Quilting dann seinen Platz in der europäischen Mode gefunden, so zum Beispiel bei Männerwesten und –hosen und Damenunterröcken, die vorn von der Taille bis zum Saum sichtbar waren. Eine weitere Quiltvariation ist das aus einem Stoff hergestellte Wholecloth Quilt (als Bettdecken). Die Technik auf gedrucktem Stoff zu quilten ist seltener, meistens wird einfarbiger Stoff verwendet, am populärsten ist weiße Baumwolle. Hier kommt das Licht und die Schattenwirkung des Quiltings vorteilhaft zur Geltung.

Patchwork und Quilting wurden früher ausschließlich mit der Hand genäht. Noch eine Technik die dazu gehörte war Applikation. Bei dieser Technik werden verschiedene Stoffmotive oder –formen auf ein größeres Stück Stoff aufgenäht. Eine weitere Art der Applikation ist das Crazy Patchwork. Hier werden die Patches (Flicken) auf einen Untergrund genäht. Dieser Untergrund wird dann meist mit den Flicken zugedeckt. Weil die Stoffstücke ganz unwillkürlich (der Erscheinung nach) auf den Untergrung plaziert und mit gestickten Zierstichen festgehalten und genäht werden, bekam es den Namen "Crazy". Diese Crazy-Patchworkmode hatte ihre große Blütezeit in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Frau des Hauses verwendete hierfür ihre Reste aus Samt und Seide, die zu dieser Zeit bevorzugten Stoffarten. Hiermit konnte sie zeigen, wie geschickt sie mit Nadel und Faden war (die Decken in dieser Art waren klein und zur Zierde und Schau für das Wohnzimmer gedacht) und dem Betrachter mitteilen, daß die Familie sich den Luxus und die Zeit leisten konnte, diese Arbeiten herzustellen.

Heute wird immer häufiger die Nähmaschine für Patchwork und Quilting benutzt. Durch diese Erneuerung und dem Aufleben des Quilts durch historische und moderne Quilt-Ausstellungen von Patchwork-Gilden und-Gruppen hat sich das Quilt als Kunstrichtung weiterentwickelt und es kamen weitere neue Nähtechniken hinzu. Textilfarben, Stoffe und Materialien sind vielfältiger geworden. Viele Textilkünstler färben mittlerweile ihre Stoffe selbst ein. Dazu verwenden sie verschiedene alte und neue Techniken. Die Formate und der bildliche Inhalt haben sich verändert. So ist das Quilt heute nicht nur Nutzgegenstand, sondern wird auch als ein eigenständiges Kunstwerk anerkannt.