Niederlausitzer Textilstandorte
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Ausstellungsarchiv

Niederlausitzer Textilstandorte “gestern” und “vorgestern”


03. 09.2004 bis 21.11.2004

Mit Gunst, gut Tuch machen ist Kunst.

Informationen

Die Tuchmacherei in der Niederlausitz unterschied sich zum Beginn des 18. Jahrhunderts kaum von der anderer Regionen. Erst danach erfuhr sie insbesondere durch systematische staatliche Förderung einen Aufschwung. Weiterhin wurde er begünstigt durch die Einführung und ständige Vervollkommnung der Spinnmaschinen und mechanischen Webstühle, also der Arbeitsmaschinen. Die Braunkohlegruben, die in der Nähe der tuchproduzierenden Standorte angelegt wurden und sich in enger Wechselbeziehung mit dem Einsatz der Dampfmaschinen entwickelten, forcierten ihrerseits den Aufschwung der Textilindustrie, ebenso der Ausbau des Eisenbahn- und Straßennetzes.

In dieser Zeit des Aufschwungs, der industriellen Revolution, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben die meisten Textil- und auch Hutfabriken in der Niederlausitz ihren Ursprung. In Finsterwalde war das u.a. 1838 die Tuchfabrik F.F. Koswig, in Guben um 1860 die Hutfabrik von C.G. Wilke und in Forst zwischen 1830 und 1900 beispielsweise die Firmen Cattien, Schmidt, Brehmer und Noack.

In der Ausstellung wurde deren Entwicklung dargestellt und, sofern er erfolgt ist, der Übergang in volkseigene Betriebe der DDR sowie Formen der Nachnutzung der in den 1990er Jahren leergezogenen Gebäude.

Neben der Entwicklung der einzelner Betriebe lag ein weiterer Schwerpunkt auf den jeweiligen Produkten, in denen sich die jeweilige Mode sowie die vorrangigen Käufer widerspiegelten.

Einen beträchtlichen Teil nahm die Geschichte der Hutherstellung in der Stadt Guben ein. Für zahlreiche Besucher der Stadt gehört ein Besuch des dortigen Hutmuseums unbedingt dazu. Da es zum damaligen Zeitpunkt umgebaut wurde, war ein beträchtlicher Teil der bisherigen Dauerausstellung in Forst zu sehen.