Jüdisches Leben in Brandenburg
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Ausstellungsarchiv

Eröffnung der Wanderausstellung „Jüdisches Leben in Brandenburg“

Die Ausstellung „Jüdisches Leben in Brandenburg“ wird am 27. März 2009 um 19.30 Uhr im Brandenburgischen Textilmuseum in Forst (Lausitz) eröffnet und ist bis zum 7. Juni 2009 zu sehen.

Vorher wurde die neuste Ausstellung des Moses Mendelssohn Zentrums im Alten Rathaus Potsdam gezeigt. Bereits zur Eröffnung durch den Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs fanden zahlreiche Gäste den Weg in das Alte Rathaus.

In der Wanderausstellung stehen vor allem lokale Aspekte im Vordergrund. Ziel des Projekts, das durch die Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung gefördert wird, ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern und vor allem Brandenburger Schulklassen aufzuzeigen, dass jüdisches Leben lange Zeit ganz selbstverständlich zum brandenburgischen Alltag dazugehörte. Vielfältig sind nicht nur die zahlreichen historischen Beispiele, die diesen Umstand illustrieren. Für jeden Stadt- und Landkreis sind exemplarisch einzelne Stationen und Spuren jüdischen Lebens beschrieben. Bei der Erarbeitung war es ein besonderes Anliegen, die jüdische Geschichte des Landes aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und aus der oft anzutreffenden Reduzierung jüdischer Geschichte auf die Verfolgung im Nationalsozialismus und den Holocaust auszubrechen.

Insgesamt bietet die Ausstellung einen Überblick über die Anfänge jüdischen Lebens in Brandenburg bis in die Gegenwart, wobei auch die schwierige Zeit der DDR und die Probleme im Zuge der Neuentstehung jüdischer Gemeinden in den 1990er Jahren nicht außer acht gelassen werden. Durch die Bearbeitung dieser Aspekte möchte die Ausstellung Impulse setzen, sich auch der Themen jüdischen Lebens nach 1945 anzunehmen und die Auseinandersetzung fördern.

Begleitend zur Ausstellung ist eine Methodensammlung für Lehrkräfte erschienen, die eine praxisnahe Zusammenstellung von Arbeitsmöglichkeiten für den Unterricht der Geschichte, Politik oder LER bietet. Die Kombination aus Quellenmaterial und Ausstellungsbesuch liefert interessierten LehrerInnen neue Möglichkeiten, sich dem Thema Judentum in ganz neuer spannender Weise zu nähern.

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen des Museums unter Tel. (03562) 97356 gern zur Verfügung.