Fadenspiele
[Home] [Ausstellungen] [Ausstellungsarchiv] [Fadenspiele] 

Ausstellungsarchiv

Fadenspiele

Buntes Intermezzo mit Fäden und Stoff

20. September 2002 bis 10. November 2002

Informationen

Die Ausstellung "Fadenspiele" ist ein buntes Intermezzo von Möglichkeiten im Umgang mit Fäden und Stoff. Doch nicht Kleidung steht hier im Mittelpunkt, sondern das Gestalten von und mit Stoff und Fäden zur Verschönerung des menschlichen Lebensumfeldes. Alle gezeigten Techniken lassen sich in ihrer Entstehungsgeschichte bis ins alte Ägypten zurückverfolgen.

Die Sticktechnik kehrt in der Ausstellung in verschiedensten Variationen wieder. Dazu gehören Stickbilder von Hans-Peter Stricker. Der Künstler läßt die Bilder vor seinem inneren Auge entstehen, bevor er sie mit Nadel und Faden auf Stoff nacharbeitet. In den Collagen der Cottbuser Gruppe Textil-Work e.V. kommt in Kombination mit anderen Materialien ebenfalls Stickerei zur Anwendung. Im Ergebnis entstanden faszinierende Bilder.

Völlig anders geartet ist dagegen die Hardanger-Technik, welche ihren Namen dem norwegischen Hardanger-Fjord verdankt, wo solche Stickereien auf der Kleidung zur Tradition gehören. Diese Technik wird insbesondere von einer Handarbeitsgruppe in Forst gepflegt, welche hier ihre Werke zur Ausstellung bringt.

Ein wenig kitschig, deshalb aber nicht weniger beliebt, sind die sogenannten Schlagerkissen. Sie bringen die vorrangigsten Wünsche vieler Menschen in den 50er Jahren zum Ausdruck: die Sehnsucht nach Liebe, nach Heimat und gleichzeitig das Fernweh. All das faßte der allgegenwärtige Schlager prägnant zusammen, seine Botschaften, in Szene gesetzt, waren Appell - "Junge komm bald wieder", Versprechen - "Tausend rote Rosen" und Erinnerung - "Wenn bei Capri die rote Sonne...". Die Patchworktechnik wird vertreten durch Arbeiten der Kreisvolkshochschule, welche unter Anleitung von Petra Kusch entstanden sind.

Die Kursteilnehmer arbeiteten mit einem selbst konstruierten Raster als Arbeitsgrundlage der Handnähtechnik. Das Ergebnis sind beachtliche individuelle Arbeiten. Abgerundet wird die Ausstellung durch auf einem Hochwebstuhl entstandene Bilder in Schlitz- und anderen Techniken von Ilona Drommer. Doch nicht nur die fertigen Arbeiten sind zu sehen, sondern auch einzelne Arbeitsschritte zu ihrer Entstehung werden gezeigt.

Angebote
Neben der Ausstellung stehen verschiedene Aktionen auf dem Programm.
Am 12. Oktober 2002 findet ein Textil-Workshop statt. Er ist für alle, die eine oder mehrere der gezeigten Techniken einmal selbst ausprobieren möchten.

Desweiteren steht ein umfangreiches museumspädagogisches Programm mit folgenden Themen zur Auswahl:


I. Patchworkkissen
II. Herzen zum Verschenken
III. Brusttasche
IV. Wir knüpfen
V. Die Kunst des Webens
VI. Fadenbilder
VII. Flechtbilder
Nadelbuch


Die Ausstellung ist bis zum 10. November 2002 im Museum zu sehen.