Facetten der Romantik
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Ausstellungsarchiv

Facetten der Romantik

Aquarelle und Zeichnungen aus der Stiftung für Kunst des 
19. Jahrhunderts Olten (Schweiz)

26. Januar 2002 bis 31. März 2002

Jakob Christoph Bischoff, Römische Villenlandschaft, 1816/17

1. Projekt der Kulturlandkampagne des Landes Brandenburg 2002 zum Thema "ROMANTIK" im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz)


Facetten der Romantik
Aquarelle und Zeichnungen aus der Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts Olten (Schweiz)
Eröffnung, am Freitag, 25. Januar 20023, um 19.30 Uhr

Ausstellung vom 26. Januar bis 31. März 2002 im Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz)

Mit dieser Ausstellung stellt sich die 1990 gegründete "Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts" zum ersten Mal umfassend vor, die in Olten (Schweiz) ansässig ist. Nach den Stationen im Museum Kleines Klingental Basel, im Istituto Svizzero di Roma, im Landesmuseum Mainz, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck, ist diese Sammlung in Forst zu sehen. Anhand einer Auswahl von rund hundert Blättern werden Aspekte der Romantik gezeigt, bei denen bisher wenig beachtete Beiträge von Schweizer Künstlern und ihren Freunden aus dem Kreis der deutschen Künstler in Wien und in Rom im Zentrum stehen: Schwerpunkte bilden Blätter der Basler Jacob Christoph Miville (1786-1836), Jakob Christoph Bischoff (1793-1825); Hieronymus Hess (1799-1850), des Zürchers Ludwig Vogel (1788-1879) und der Deutschen Franz Pforr (1788-1812), Friedrich Overbeck (1798-1869) und Heinrich Reinhold (1788-1825). In den Zeichnungen von Vogel, Pforr und Overbeck, die teilweise aus dem Nachlass Vogels stammen, ergeben sich Schlaglichter auf die Arbeit, den Ideenaustausch und die gegenseitige Beeinflussung in der frühen Künstlersezession des Lukasbundes in Wien, welche dann ab 1810 unter der Gruppenbezeichnung "Nazarener" in Rom weitergeführt wurde. Unter diesen Blättern bilden drei Federzeichnungen, die Pforr zu Weihnachten 1811 zusammen mit einem schriftlichen Kommentar Ludwig Vogel geschenkt hat, ein Dokument einer Künstlerfreundschaft und zugleich einen bislang unbekannten Beitrag zu deutschen Frühromantik.

Darüber hinaus werden die künstlerischen und thematischen Aspekte durch je eine Gruppe von Zeichnungen des späten 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts ergänzt und erweitert. Innerhalb der Dachkampagne "Kulturland Brandenburg" bietet diese Ausstellung ein vielfältiges Panorama der romantischen Zeichenkunst, die den Klassizismus ablöst und der Moderne den Weg bereitet. Diese Ausstellung entwirft ein Bild der romantischen Epoche und zeigt herausragende Leistungen wichtiger Künstler sowie ihre stilistischen Neuerungen. Sie stellt auch einige zu Unrecht vergessene Künstler vor. Die Aquarelle und Zeichnungen sind zum Teil kunsthistorische Neuentdeckungen, da die Schweizer Sammlung, aus der sie stammen, noch weitgehend unbekannt ist.
Sie wendet sich in erster Linie an ein Publikum, dem das Werk der Romantiker nur oberflächlich bekannt ist und möchte mit dem Gedankengut und der ästhetischen Innovation der Romantik, die in ihrer Radikalität auch revolutionäre Züge trägt, bekannt machen. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit didaktischen Angeboten, Führungen, Vorträgen, Liederabenden ergänzt und vertieft das Thema.
Der Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) sieht durch die Beteiligung an der Dachkampagne "Kulturland Brandenburg" 2002 erneut die Möglichkeit zu ansprechenden kulturellen Angeboten in der "Randregion" Forst, die die Beziehungen der Menschen untereinander mit Leben erfüllen und auf Dauer festigen.