750 Jahre Forst (Lausitz)
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Ausstellungsarchiv

2. Mai - 15. November 2015

750 Jahre Forst (Lausitz)

Im Jahr 2015 beging Forst (Lausitz) sein 750-jähriges Gründungsjubiläum. Auch wenn die Anfänge der Stadt im Dunkel liegen, wird das Jahr 1265 meist als der Beginn von Forst und sein Eintreten in die Geschichtsschreibung genannt.

Die ersten gesicherten Erwähnungen der Stadt Forst datieren von 1350 und 1352. Mögliche ältere Überlieferungen fielen zahlreichen Stadtbränden bzw. Plünderungen und deren Folgen im Dreißigjährigen Krieg zum Opfer.

 

In der Ausstellung fanden Besucher einen Querschnitt durch die wechselvolle Geschichte der Stadt, begonnen mit den ersten Besiedlungsspuren vor ihrem Eintritt in das Licht der Geschichte über die einzelnen Standesherren, Kriege und andere Katastrophen bis in die neueste Zeit. Ein bedeutender Ausstellungsabschnitt war den Bewohnern der Stadt Forst vorbehalten, welche durch ihren handwerklichen Fleiß maßgeblich zu deren Entwicklung beitrugen. Zu den ältesten Gewerken zählten hier Bäcker, Fleischhauer, Leineweber, Schuhmacher, Schneider, Tischler, Schmiede, Kürschner, Böttcher, Töpfer und Tuchmacher.

Auch der Haupterwerbszweig der letzten 200 Jahren für die gesamte Region, die Textilindustrie, welcher der Stadt Forst einst den Beinamen „Ostdeutsches Manchester" eintrug, fand in diesem Zusammenhang Beachtung.

Mit steigender Einwohnerzahl (2.352 im Jahr 1825 – 38.007 im Jahr 1930) entwickelte sich in der Stadt eine vielseitige Schullandschaft, die für verschiedenste Bildungswege offen war. Die wichtigste Berufsbildungsstätte mit Ausstrahlung weit über die Grenzen der Stadt hinaus war die 1885 als Webschule gegründete Ingenieurschule für Textiltechnik.

 

Rund 3.500 Besucher machen auf diese Weise einen Gang durch die wechselvolle Geschichte der Stadt Forst von der Vorgeschichte bis ins 20. Jahrhundert!